Depressionen und Grenzen setzen

Ich habe vor  einiger Zeit einen Beitrag über Depressionen von Kay Uplifter bei Facebook geteilt.
Außerdem kam vor einigen Tagen das Thema Grenzen durch eine liebe Freundin in´s Gespräch.

Beides auch meine Themen Ꙭ.

Vor vielen Jahren ging es mir auch sehr schlecht – zum Glück liegt die Betonung auf GING…

Perspektivlos, ungeliebt, eingesperrt – in mir und einer unpassenden Beziehung. Ich war totunglücklich und es ging mir elend. Mein Leben musste darauf hinauslaufen, auf diese Depression. War ich doch immer über meine Grenzen gegangen.

Jetzt könnte ich eine ellenlange Geschichte über meine Kindheit schreiben, dass sie nicht glücklich war und ich nicht aufgehoben – aber was bringt Euch und vor allen Dingen mir das? – Nix!

Ich war also über meine Grenzen gegangen – welche Grenzen – ich erkannte, sah und fühlte sie ja nicht. Ich baute Mauern um mich herum, so konnte ich aber auch nicht heraus, wenn schon dort die anderen nicht hinein konnten.

Ich habe mich selber eingesperrt, weggesperrt, eine andere Art des Schutzes ist mir damals nicht eingefallen.

Da es mir nicht gut ging konnte ich auch nicht „richtig“ Handeln. Richtig handeln ist nämlich eigentlich sehr einfach.

Wenn es sich gut anfühlt ist es richtig – wenn es sich nicht gut anfühlt, dann lass es – dann kann es weg!

Wenn ich aber doch nie das Gefühl hatte, es fühlt sich gut an… Ich hatte keine Ahnung von dem Gefühl, geschweige denn, wie ich es herbeiführen könnte.

So musste ich eben körperliche Symptome entwickeln, das hat man davon, wenn man nicht alleine draufkommt, weil Ärzte konnten mir auch nicht helfen, die gaben mich auf.

Nun gehörte ich zum Glück zu den Menschen, die wenigstens dann gemerkt haben, sie sind selbst verantwortlich. So habe ich also gesucht.

Und wenn du suchst, dann wirst du auch finden.

Ich fand meine liebe Freundin Marianne , sie hat mir die Füße massiert und viel mit mir geredet und dann fing ich an wieder heil zu werden. Ich bin so dankbar, dass ich nach all den Jahren jetzt immer mal wieder für Marianne da sein darf.

Es gab noch viele Menschen auf meinem Weg, die mich begleitet haben, denen ich begegnen durfte, die mich inspiriert haben .

Inzwischen kann ich sehr gut Grenzen setzten, wenn ich bemerke, dass jemand versucht in sie einzudringen – deswegen bin ich auch nicht mehr depressiv. Allerdings muss ich gestehen, dass es noch wenige Situationen gibt, wo ich es nicht bemerke – daran arbeite ich noch und auch das wird mir noch gelingen. Dafür bin ich sehr dankbar –

Dankbarkeit ist im Moment ein großes Thema von mir – probiere es mal aus – es ist einfach ein geiles Gefühl .

Es ist so einfach, auch wenn es dir noch nicht gelingen will. Setzt dich einfach abends hin und überlege dir regelmäßig wenigstens 3 Dinge, für die du an diesem Tag dankbar bist, Dinge, die dir heute gefallen haben <3, das ist schon mal ein Anfang. Ich wünsche Dir eine Wunder – volle, dankbare Zeit.

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