Selbstboykott

Selbstboykott – das ist oft mein Thema 

Tja, das macht man ja irgendwie nicht absichtlich, ich jedenfalls nicht und Ihr wahrscheinlich auch nicht.

Wir arbeiten an uns und kommen Schritt für Schritt voran, immer ein wenig mehr. Es gibt Zeiten, da geht es schneller und dann gibt es auch Zeiten, da kriecht man wie eine Schnecke oder verharrt tatsächlich auch eine Zeit lang an einer Stelle.

Manchmal geht es wie von alleine, man ist im Flow. Dann gibt es Zeiten in denen kostet es doch eine gewisse Anstrengung, aber es lohnt sich und man schreitet von dannen. Tja und eben die Zeiten wo man sich sooo anstrengt aber es geht garnix und wenn man nicht aufpasst, nimmt man das zum Anlass einfach stehen zu bleiben – oder die blödeste aller Möglichkeiten: das Gefühl kommt auf, man ist wieder am Anfang – „Gehe in das Gefängnis. Begib dich direkt dorthin. Gehe nicht über Los. Ziehe nicht 2000 € ein“

Ich habe das Gefühl, das sind die Momente, wo das kleine Männlein auf der anderen Schulter auf mich einredet. Da ist nämlich das feine helle, weiße Engelchen, welches mir immer gute Ratschläge gibt. Es hört mir immer kopfnickend zu, gibt mir Zuspruch und gute Gefühle. Wenn ich ihm zuhöre geht mein Herz auf, mir wird angenehm warm in der Brust und ich fühle mich einfach gut. Es stärkt mich und hält mich.

Dann gibt es das Männlein auf meiner rechten Schulter, es hat immer ein ABER, es gibt mir so Ratschläge wie: “ lass das, das schaffst du nie, immer hast du so komische Ideen, das hat noch nie jemand in deiner Familie probiert, geschweige denn geschafft, überlege dir mal, dass du das garnicht verdient hast…“

Aber ich sage Euch eines aus eigener Erfahrung. Wenn es mal nicht voran geht, man sich so richtig schlecht fühlt, vor lauter Anstrengung völlig erschöpft ist und trotzdem nix passiert – ja dann sollte man loslassen. Dann hat man zu viel getan, zu viel gewollt und sich zu viel angestrengt. Jetzt hat das doofe Männlein leichtes Spiel gehabt und wirkt offensichtlich immer noch auf mich ein.

In diesem Fall ist Akzeptanz die einzige Möglichkeit.

Ich meine damit auf keinen Fall sich in sein Schicksal zu ergeben und einfach brummelnd hin zu nehmen. STOP ist dann die Antwort. Zurücklehnen, sehen was gerade Sachen ist, völlig ohne Ur-teil.

Wenn ich etwas unbedingt will, so richtig mit dem Kopf durch die Wand, kann es garnicht funktionieren. Ich bin dann völlig verkrampft, mein Kopf ist fokussiert, ich höre nur noch „das Männlein“ – und sehe damit nicht mehr die eigentlichen Möglichkeiten.

Also: Zurücklehnen, tief durchatmen und einfach sein – und alles andere sein lassen – das Herz, die Seele, dein Geist oder woran auch immer Du glaubst, wird es schon richten 🙂


boy­kot­tie­ren   (aus dem Duden)   mit einem Boykott belegen(besonders durch passiven Widerstand) die Ausführung von etwas ablehnen und erschweren oder zu verhindern suchen.      
SYNONYME ZU BOYKOTTIEREN            
abriegelnabschnürenabsperrenächten,  sperrenablehnenblockierenmauernverhindernverweigern, Widerstand leisten

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