Was triggert dich und wie ist es zu lösen?

Ich möchte heute mal über die Ursachen sprechen, von denen wir uns „triggern“ lassen.

Oft sind es die gleichen Themen, die gleichen Menschen, die gleichen Begebenheiten, die dazu führen, dass wir uns schlecht fühlen.

Das Ziel ist es, sich gut zu fühlen.

Das bedeutet wir haben eine Grundeinstellung die positiv in allen Situationen ist, problematische Situationen und Mitmenschen „prallen“ an uns ab und wir lassen uns nicht aus der Bahn werfen.

 

Super, gell. Wir sind im Nirvana 🙂

Mal ehrlich, wer bekommt das immer hin? – ich nicht immer, obwohl ich sehr daran arbeite – bin halt auch nur ein Mensch und du wahrscheinlich auch 🙂

 

Was ist es denn nun, was uns „triggert“?

Das ist natürlich nicht bei jedem Menschen das gleiche Thema. Es kommt total darauf an, was wir schon alles erlebt haben, wie unsere Kindheit war, mit welchen Menschen wir zu tun haben, wie groß unser Bankkonto und Bauchumfang ist 🙂

 

Du siehst, es ist nicht zu lösen, weil es soooo wahnsinnig viele Variablen gibt.

Paul macht sich schon Gedanken und ist beleidigt und verunsichert, wenn ein Mitmensch nur „komisch“ guckt. Alexandra ist so bedürftig, dass sie sich von ihren Freunden wünscht, ihr alles von den Augen abzulesen – sonst sind sie keine richtigen Freunde – und sie müssen doch einfach merken, dass Alexandra das nicht für sich selber regeln kann, auch wenn sie das so gar nicht wahrnimmt.

Franz  ist supergut im Aufdecken von Fehlern anderer, er will ja nur helfen die Anderen „auf die Spur“ zu bringen, ist ja schließlich total nützlich wenn man keine Fehler macht – es ist natürlich total dreist, das „die Anderen“, nur um Franz eine reinzuwürgen doch tatsächlich auch Verbesserungsvorschläge für Franz haben.

 

So viele verschiedene Situationen, Begebenheiten, Bedürftigkeiten, Energien, Charaktere und Vergangenheiten – da kann man doch nix tun, weil es keinen Ansatzpunkt gibt.

 

Oder doch?

 

Versuchen wir mal gemeinsame Nenner zu finden.

 

In meinen Beispielen gibt es vermeintliche Opfer und vermeintliche Täter. Alle meinen aber das Opfer zu sein. Aber Opfer sind durchaus auch Täter. Manche Opfer versuchen durch schmollen, nicht mehr mit dem anderen reden usw. zu manipulieren. Franz aus dem Beispiel sieht sich letztendlich auch als Opfer, obwohl er zumindest derjenige ist, der seine Aggressionen freien Lauf lassen kann – auch wenn er das anders sieht.

 

Ok, kommen wir auch nicht weiter? – oder doch?

 

Allen gemein ist „das ungute Gefühl“. Selbst Franz, der „Schimpfer“ hat erst das ungute Gefühl um dann zu kritisieren.

Wie ich schon mal geschrieben habe ist jede Situation eigentlich sehr einfach zu beurteilen – vorausgesetzt du hast ein klein wenig Übung in Achtsamkeit.

Ich meine damit, Übung darin mal inne zu halten und in dich rein zu spüren.

 

Wenn es sich gut anfühlt ist es richtig, wenn es sich schlecht anfühlt kann es weg

 

Also angenommen du hast die Fähigkeit achtsam in dich hinein zu spüren (wenn du das noch nicht kannst, melde dich) dann merkst du sofort: „das kann weg“ – aber wie?

 

Spüre weiter – denn im Grunde gibt es nur 2 Möglichkeiten!!!!

 

Wenn es sich klein und bedürftig anfühlt, wenn du das Gefühl hast du musst an die Hand genommen, auf den Schoß gesetzt oder einfach getröstet werden, sind es Anteile IN DIR – deine inneren unerlösten Kinder.

 

Wenn das, was dir in den Sinn kommt und du übernommen hast mit erhobenem Finger dasteht, belehren will, aufklären, alles besser weiß und wohl möglich die Stimme eines Erwachsenen hat, vielleicht sogar die Stimme von jemanden zu dem du aufgeschaut hast – ja dann kommt es von außen. Das hast du dir irgendwann in deinem Leben übergestülpt, weil du entweder abhängig warst von dieser Person oder zumindest soweit aufgeschaut hast, dass du dachtest derjenige muss recht haben.

 

Jetzt hast du verschiedene Möglichkeiten mit dieser Information umzugehen.

  1. Du denkst „was ein Quatsch“
  2. Du nimmt es zur Kenntnis und denkst „da kann man nix machen“
  3. Du nimmst es zur Kenntnis und traust dich nicht
  4. Du machst dir Gedanken wie du damit umgehen kannst

 

Wenn du zu Kategorie 4 gehörst, Mut, Entschlossenheit und Kämpfergeist mitbringst, mag ich dir dazu noch etwas sagen:

 

Es ist wichtig Achtsamkeit zu lernen, auf deine Gefühle achten, in den Körper spüren wie sich die Gefühle anfühlen und wo im Körper du es merkst.

Wenn du jetzt befürchtest, dass du erstmal jahrelang Achtsamkeit üben musst, bevor du loslegen kannst – NEIN – wie ich im letzten Beitrag geschrieben habe. Es muss nicht „krachpeng“ machen, jeden Tag ein klitzekleiner Schritt führt schneller zum Ziel als 10 Jahre warten, bis „man fertig“ ist um dann loszulegen (und du wirst nie „fertig“ sein 🙂 )

 

Komm immer mal wieder zur Ruhe und Atme bewusst in deinem normalen Rhythmus, das kannst du auch im Büro oder sogar an der Supermarkt-Kasse stehend praktizieren. Lass dich in deinen Körper sinken und sei so entspannt wie möglich. Spüre nach was in dir vorgeht und urteile auf keinen Fall darüber. Wenn es nicht sofort geht, das kannst du lernen – Übung macht den Meister. Mit „nicht ur-teilen“ meine ich, nimm das Gefühl war, genau so wie es ist und bewerte es nicht mit „schlecht“ oder „gut“. Spüre nur nach ob es dein Herz öffnet oder verschließt. Spürst du ein offenes weiches Gefühl in deiner Brust ist es Liebe – das kann bleiben 🙂

Fühlt es sich aber eng an, zieht sich etwas in deinem Körper zusammen, fühlst du Druck – kann es weg.

Wenn du das dichte Gefühl spürst, spüre nach zu welcher Kategorie es gehört. Ist es etwas bedürftiges oder ist es der erhobene Zeigefinger?

 

Bedürftig: dein inneres Kind (wir haben einige davon) hat in deiner Kindheit nicht das erleben dürfen, was es gebraucht hat. Das führt dazu, dass es so bedürftig ist und immer wieder in deinem Leben zum Vorschein kommt um im Außen seine Bedürfnisse befriedigt zu bekommen. Das Außen hat es allerdings früher schon nicht geschafft und wird es auch jetzt nicht schaffen. Das ist auch nicht mehr der Job von „Außen“, sondern inzwischen deiner!

Du bist jetzt der Erwachsene, der zwar manchmal von deinen bedürftigen inneren Kindern geleitet wird, aber trotzdem die Verantwortung hat.

Dazu nochmal: es ist nicht schlimm, wenn deine inneren Kinder manchmal „an die Macht“ gelangen, solange es sich gut anfühlt! Was spricht dagegen manchmal kindlich zu sein, wenn es Spaß macht.

Wenn es aber zu dem engen Gefühl führt, darfst du dem Kind helfen.

 

Atme wieder weich und sinke in deinen Körper, nehme das Kind war, wie fühlt es sich, was braucht es? Dann geh auf das Kind zu und mache genau das, was du in Liebe mit deinem Kind in so einer Situation machen würdest. In Liebe, weil dieses Kind jetzt keine Sprüche wie „das wird schon wieder“ oder so gebrauchen kann, das führte ja zu dieser Situation. Nimm es in den Arm. Zeig ihm dass du da bist. Schick ihm all deine Liebe. Finde alternative Lösungen und teile es ihm mit. Mach das solange, bis es wieder bereit ist in die liebevolle Mitte zu kommen, zu dir und deinen anderen Kindern. Wenn du nicht so geübt bist, lass dir Zeit und geh ruhig ein anderes Mal wieder hin. Werde nur bitte nicht ungeduldig und lass ihm seine Zeit.

 

 

Erhobener Zeigefinger: also Eigenarten, die du im laufe deines Lebens angenommen hast.

Auch hier wieder das weiche Atmen und in den Körper sinken.

Nimm war, was kommt. Vielleicht ist es „nur“ das Gefühl, vielleicht siehst du sogar eine Person, die Person, von der du es übernommen hast. Nimm einfach wahr ohne zu Be-ur-teilen. Atme solange weich, bis du völlig entspannt bist. Deine Seele weiß schon wie es geht, wenn du es zulässt. Wenn du völlig entspannt bist und neutrale Gedanken hast spüre nochmal urteilsfrei hin und schicke Liebe zu dieser Eigenart. In Liebe kann alles schmelzen. Es kann schmelzen und Mutter Erde darf es aufnehmen und transformieren.

 

So, wenn du also zu den Mutigen gehörst bist du ja nun die nächste Zeit beschäftigt.

 

Wenn du Unterstützung brauchst – melde dich gerne

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