Chaos- Winterdepression- alles durcheinander?

Das Jahr neigt sich dem Ende. Im Moment weihnachtet es sehr 🙂 . Morgen ist Heiligabend und ruckzuck wird Silvester sein und schon sind wir im Jahr 2019.

Ich habe das Gefühl, in diesem Jahr ist sehr, sehr viel passiert. Es tut sich viel auf der Welt, in den Menschen und um uns herum.

Oft hat es sich für einige so angefühlt, als würde ihnen der Boden unter den Füßen entrissen.

Nichts war mehr wie vorher, der Weg ist weggebrochen und ein neuer Weg war noch nicht zu erkennen. Ein riesiger Abgrund tat sich auf und große Angst schlich sich ein.

In solchen Momenten fühlen wir uns allein, verlassen unglücklich.

Aber lasst euch sagen, wir sind niemals alleine.

Erstens schon mal, weil wir alle verbunden sind. Hilfe ist immer da, wir müssen sie nur erlauben und gestatten – denn wir sind nicht alleine – sondern All-Eine. Es ist völlig normal, dass erwachende Menschen solche Phasen haben.

In solchen Momenten ist es sehr hilfreich sich auf sich selbst zu konzentrieren, nicht im Außen verlieren. Sei gnädig mit dir, ver-ur-teil-e nicht was mit dir geschieht und vor allem ur-teile nicht über dich.

  Denn: es sind nur Wachstumsschmerzen

In solchen Momenten ist die Chance zu wachsen und sich zu Ent-wickeln enorm groß.

Erwachende Menschen haben immer die Möglichkeit sich weiter zu ent-wickeln. Meistens läuft dieser Prozess recht gleichmäßig und friedlich.

Dann gibt es Momente, da müssen wir schon schlucken, es wird leicht chaotisch – aber wir haben ja in den letzten Jahren Möglichkeiten gefunden uns zu erden, für uns zu sorgen und solche Momente damit gut zu überstehen.

Dann gibt es allerdings auch solche Momente, wie oben beschrieben, wo der Boden unter unseren Füßen weg zu brechen droht.

Ich denke man kann es vergleichen mit dem Wachstum in der Kindheit.

Kinder wachsen so langsam vor sich hin. Wenn man sie täglich sieht, merkt man es gar nicht gleich. Es sind meistens Besucher oder andere Menschen, die nicht sooft mit uns zusammen sind, die uns darauf hinweisen wie groß sie geworden sind.

Dann kenne ich allerdings auch Situationen aus meiner Kindheit, wo ich richtig Schmerzen hatte. Bei mir hauptsächlich in den Knien – das seien Wachstumsschmerzen sagte unser Hausarzt.

Diese Schmerzen waren dann auch irgendwann wieder weg und ich tatsächlich wieder ein Stück gewachsen.

So ist es auch bei unserem Erwachen

Situationen die sich wirklich ganz furchtbar anfühlen, sind die größten Möglichkeiten sich wieder ein gutes Stück weiter zu ent-wickeln.

Alle störenden Schichten – Gedanken, was wir sagen, Handlungen – werden abgewickelt, bis unser wahres Sein zum Vorschein kommt.

Wir wachsen, dehnen uns aus und so wird es sehr schmerzhaft in unserem alten Kokon, es muss Platz geschaffen werden, Altes muss gehen, damit neues kommen kann.

Nun ist es dir selber überlassen, ob du dich in dem Chaos verlierst, kämpfst und es dadurch meist noch heftiger gestaltest. Kampf ist nie der richtige Weg! Wenn du das Gefühl hast kämpfen, dagegen ankämpfen zu müssen, erntest du wahrscheinlich noch mehr Gegenwehr.

Mir fällt Reiten ein. Ich habe noch nicht sehr oft auf einem Pferd gesessen, kann mich aber daran erinnern, dass es beim Reiten auf die Spannung im Körper ankommt – besser gesagt auf die „Nicht-Spannung“. Als das Pferd auf dem ich saß, dass erste Mal galoppierte, saß ich völlig verkrampft auf meinem Gaul. Das Ergebnis war, dass ich fast runtergefallen wäre. Beim Nächsten Mal war ich ganz locker und habe mich der Bewegung des Pferdes angepasst, ja hingegeben und alles war so einfach 🙂 .

Genauso ist es auch, wenn wir merken es bahnt sich wieder ein Ent-wicklungs-Chaos an.

Lass locker und gebe dich dem hin was gerade passiert. Natürlich darfst und sollst du sogar etwas steuern. Du darfst die Zügel in der Hand behalten, aber zerr bitte nicht daran.

Lehne dich zurück, atme weich, ruhe in dir, sei achtsam – was fühlst du? Wie fühlt sich dein Körper an, ohne Be-wertung, was ist mit deinen Gedanken – ohne Be-wertung. Fühle hin, dass du getragen bist und sicher. Spüre die Sitzfläche deine Unterlage und lass dich noch weiter hineinsinken.

Sei einfach zuversichtlich.

Ich kann dir versichern, wenn du dort durch bist, bist du wieder einen großen Schritt weitergekommen.

Wahrscheinlich ist es so, dass du denkst: „das hatte ich jetzt schon einige Male, wieso kommt das denn schon wieder?“.

Es ist zwar heftig, aber doch schön, wenn wir immer weiter vorankommen.

Außerdem brauchst du keine Sorge haben es sei ein Zeichen dafür, dass du es das letzte Mal „nicht richtig“ gemacht hast.

Wir werden immer wieder an einen Punkt kommen, wo es Chaotisch wird. Das liegt nicht daran, dass wir unsere Lektion nicht verstanden haben.

Du darfst dir dein Leben vorstellen, wie ein Aufstieg. Allerdings ist es keine Gerade Treppe, die wir da hochlaufen 🙂 , du kannst es dir wie eine Wendeltreppe vorstellen. Wir haben oft das Gefühl im Kreis zu laufen, was grundsätzlich auch richtig ist. Wir haben oft das Gefühl, ein Thema, was erledigt schien ist schon wieder aktuell – auch das ist richtig.

ABER: wir sind wieder ein Stück nach oben gekommen auf dieser Wendeltreppe. Wenn wir ein Thema nochmal und nochmal und nochmal anschauen, dann aber jedes Mal von einer höheren Perspektive aus 🙂  – also deswegen: Es wird schon – vertraue!

So wünsche ich dir ein besinnliches, Chaos-freies Weihnachtsfest und lass es dir gut gehen.

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